Eine Mailbux-Alternative lässt sich ungewöhnlich schwer vergleichen, weil Mailbux fast dasselbe anbietet wie wir: Festpreise, unbegrenzte Postfächer und Domains, keine Gebühr pro Nutzer, alle Standardprotokolle in jedem Tarif und zusätzlich einen kostenlosen Tarif.
Mailbux bietet sogar den Vorteil, den viele Vergleiche als unser Alleinstellungsmerkmal bezeichnen würden. Deshalb geht es zunächst um die Stärken des Angebots und danach um die Zahl, die beide Dienste tatsächlich unterscheidet.
Woran sich der Preis einer Mailbux-Alternative misst
Nach den veröffentlichten Angaben ist "unbegrenzt" bei beiden Angeboten korrekt, aber nicht die entscheidende Messgröße. Wie MXroute berechnet Mailbux den Speicherplatz, auch wenn die Tarifnamen das nicht erkennen lassen. Laut Preisseite von Mailbux gelten folgende Werte:
| Mailbux-Tarif | Pro Jahr | Speicher | Konten |
|---|---|---|---|
| Free | $0 | 7 GB | 5 auf 1 Domain |
| Lite | $19.90 | 10 GB | 2 auf 2 Domains |
| Unlimited Standard | $49.32 | 10 GB | Unbegrenzt |
| Unlimited Extended | $79.20 | 20 GB | Unbegrenzt |
| Unlimited Premium | $158.40 | 45 GB | Unbegrenzt |
| Premium Plus | $199.08 | 90 GB | Unbegrenzt |
| Scale | $298.80 | 200 GB | Unbegrenzt |
Bei unbegrenzten Postfächern, die sich 10 GB teilen, ist der Speicher die entscheidende Einschränkung. Vierzig Personen im Tarif Unlimited Standard hätten jeweils 250 MB zur Verfügung. Das reicht bei gewöhnlichen E-Mails mit Anhängen oft nur einige Monate. Die Zahl der Postfächer spielt dann kaum noch eine Rolle, gekauft wird vor allem Speicher.
Unser Modell misst ebenfalls den Speicher. Dadurch ist der Vergleich besonders klar: dieselbe Grundlage, aber andere Stufen.
| Speicher | Mailbux | Wir |
|---|---|---|
| ~15-20 GB | $79.20/Jahr (20 GB) | $42/Jahr - Starter, 15 GB |
| ~45-50 GB | $158.40/Jahr (45 GB) | $120/Jahr - Pro, 50 GB |
| 200 GB | $298.80/Jahr | $279/Jahr - Agency |
Damit kehrt sich die übliche Annahme um, eine Mailbux-Alternative müsse teurer sein. Unter 10 GB ist Mailbux nach den genannten Preisen günstiger und der kostenlose Tarif besonders attraktiv. Ab ungefähr 15 GB bietet unser Angebot mehr Speicher pro Dollar. Preise können sich ändern und sollten vor dem Kauf geprüft werden.
Der Vorteil von Mailbux bleibt relevant: Postfächer und Domains sind nach der Fair-Use-Regel bis zu 5,000 Postfächern pro Self-Service-Konto unbegrenzt. Bei uns setzt der Tarif Grenzen, im Agency-Tarif sind es bis zu 1,000 Domains mit jeweils 1,000 Postfächern. Prüfen Sie die aktuellen Limits bei beiden Anbietern.
Zwei kostenlose Tarife mit unterschiedlichen Einschränkungen
Beide Tarife werden ohne Kreditkarte kostenlos angeboten. Beide haben jedoch eine Einschränkung, die offen genannt werden sollte.
Bei Mailbux: 7 GB, fünf Konten, eine Domain und Versand von bis zu 300 Nachrichten pro Stunde. Bei den kostenpflichtigen Tarifen werden No Ads und No Sent by Mailbux als Upgrades genannt. Das deutet darauf hin, dass der kostenlose Tarif Werbung und einen Mailbux-Hinweis in ausgehenden Nachrichten enthält. Prüfen Sie dies bei der Registrierung.
Bei uns: 10 Domains mit jeweils 10 Postfächern und 5 GB, also hundert Adressen statt fünf. Es gibt weder Werbung noch eine Signatur. Der kostenlose Tarif empfängt über IMAP, versendet aber nicht über unser SMTP. Dafür benötigen Sie einen kostenpflichtigen Tarif oder eigene SMTP-Zugangsdaten.
Wer allein ist und kostenlos über die eigene Domain senden möchte, kann Mailbux wählen, sofern der Hinweis in der Nachricht akzeptabel ist. Wer E-Mails für viele Domains ohne fremdes Branding empfangen möchte, findet bei uns das passendere Modell. Beide Angebote machen unterschiedliche Kompromisse.
Eine widersprüchliche Angabe sollte bei der Anmeldung geklärt werden: Auf der Tarifkarte werden IMAP und POP3 im kostenlosen Tarif aufgeführt, während die Vergleichstabelle weiter unten auf derselben Seite IMAP/POP3 nur kostenpflichtigen Tarifen zuordnet.
White-Label gibt es bei Mailbux ebenfalls
Ein oberflächlicher Vergleich würde White-Label als unseren entscheidenden Vorteil darstellen. Nach den Angaben von Mailbux wäre das jedoch falsch.
Mailbux bietet White-Label und Reseller als Zusatzoption für jeden Tarif einschließlich Free an und wirbt mit einer vollständigen Anpassung der Webmail-Oberfläche. Für Enterprise werden außerdem Datenspeicherung in Deutschland und Finnland, ein DPA, dedizierte ausgehende IP-Adressen und ein individuelles SLA genannt. Lassen Sie diese Leistungen vertraglich bestätigen.
Wenn Webmail unter der eigenen Marke benötigt wird, bieten laut Produktbeschreibung beide Dienste eine Lösung. Der Unterschied liegt im Umfang. Bei uns umfasst die Tariffunktion sowohl Dashboard als auch Webmail, jeweils unter einem eigenen Hostnamen und mit eigenem Zertifikat. Bei Mailbux ist White-Label eine Zusatzoption, deren Preis nicht auf der Preisseite steht.
Vergleichen Sie beide aktuellen Angebote direkt und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf eine Beschreibung, auch nicht auf diese.
Wo sich eine Mailbux-Alternative wirklich unterscheidet
Wenn Postfächer, Protokolle und Branding nahezu gleichauf liegen, entscheidet bei einer Mailbux-Alternative vor allem der Aufwand rund um die Bereitstellung.
DNS wird für Sie eingerichtet. Mailbux veröffentlicht eine DNS-Anleitung, die Einträge tragen Sie selbst ein. Bei uns können Sie ein eingeschränktes Cloudflare-Token nutzen und jede Änderung vor dem Schreiben prüfen. Bei unterstützten Registraren genügt alternativ ein Klick über Domain Connect. Unbegrenzte Domains fühlen sich anders an, wenn jede Domain nur einen Klick statt eines Formulars erfordert. Mehr dazu unter DNS einrichten.
Onboarding ohne fremde Passwörter. Domains und Postfächer lassen sich gesammelt anlegen. Anschließend erhalten die Nutzer Einladungen und setzen ihre Zugangsdaten selbst. Sie müssen keine Passwörter der Mitarbeiter Ihrer Kunden verwalten und vermeiden damit Aufwand und Haftungsrisiken.
Postfächer, die nicht bei uns gehostet werden. Konten bei Google Workspace oder Microsoft 365 können über IMAP in derselben Oberfläche gelesen werden. Antworten werden über den jeweiligen Anbieter gesendet, damit die Authentifizierung stimmt. Mehr dazu im Beitrag über den zentralen Posteingang. Nach dem derzeitigen Funktionsvergleich bietet keiner der unabhängigen Festpreisanbieter diese Möglichkeit.
Adressprüfung im selben Konto, einzeln oder gesammelt. Dafür ist sonst häufig ein separates Abonnement bei einem weiteren Anbieter erforderlich.
Speicherlimit pro Postfach. Ohne Obergrenze pro Adresse kann ein einziges großes Archiv den gemeinsamen Speicher aufbrauchen. Bei kleineren Speicherpools ist dieses Risiko höher, die tatsächliche Nutzung hängt jedoch vom Team ab.
Mailbux liegt nach eigener Dokumentation in drei Punkten vorn: JMAP als moderner IMAP-Nachfolger, den wir nicht unterstützen, eine veröffentlichte Self-Hosting-Option und EU-Datenspeicherung im Enterprise-Tarif.
Das Fazit für verschiedene Anforderungen
Die Angebote liegen dicht beieinander. Welche Mailbux-Alternative passt, hängt deshalb stark vom Einsatzfall ab.
Eine Person, eine Domain, wenig E-Mail. Hier kann Mailbux die bessere Wahl sein. Kostenloser Versand oder Lite für $19.90 pro Jahr ohne Werbung und Hinweis bietet bei dieser Größe ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen.
Ein Team. Achten Sie auf den Speicher, nicht nur auf die Zahl der Konten. Unbegrenzte Konten auf 10 GB werden bei zwölf täglich aktiven Personen schnell knapp. Vergleichen Sie $79.20 für 20 GB mit $42 für 15 GB sowie $158.40 für 45 GB mit $120 für 50 GB. Berücksichtigen Sie auch Limits pro Adresse, support@ als gemeinsames Postfach mit echten Mitgliedern und Filter bei der Zustellung.
E-Mail für mehrere Unternehmen. Beide Angebote können Webmail unter Ihrer Marke bereitstellen. Dann zählen DNS-Einrichtung für ein ganzes Portfolio, Massenbereitstellung mit Einladungen, Adressprüfung im selben Konto und der Zugriff auf extern gehostete Kundenpostfächer. Bei 200 GB stehen nach den veröffentlichten Preisen $279 und $298.80 gegenüber. Prüfen Sie die aktuellen Tarife.
Unternehmen, die einen Anbieter mit Vertrag benötigen. Mailbux nennt für Enterprise einen DPA, EU-Datenspeicherung und ein individuelles SLA. Fordern Sie die Bedingungen von beiden Anbietern schriftlich an.
Häufig gestellte Fragen
Ist Mailbux wirklich kostenlos?
Laut aktueller Preisseite ja: 7 GB, fünf Konten auf einer Domain und Versand. Die kostenpflichtigen Tarife nennen "No Ads" und "No Sent by Mailbux" als Upgrades. Das deutet auf Werbung und einen Absenderhinweis im kostenlosen Tarif hin. Prüfen Sie dies bei der Anmeldung.
Was kostet Mailbux?
Die veröffentlichten Preise betragen $19.90 pro Jahr für Lite und danach $49.32, $79.20, $158.40, $199.08 und $298.80 für die Unlimited-Tarife. Diese unterscheiden sich beim Speicher: 10, 20, 45, 90 und 200 GB.
Sind Mailbux-Postfächer wirklich unbegrenzt?
Laut Mailbux ja, bis zur Fair-Use-Grenze von 5,000 Postfächern pro Self-Service-Konto. Der Speicher ist nicht unbegrenzt und entscheidet darüber, ob der Tarif ausreicht.
Unterstützt diese Mailbux-Alternative JMAP?
Nein. Das ist ein echter Vorteil von Mailbux. IMAP, SMTP, POP3, CalDAV, CardDAV und WebDAV funktionieren laut Produktangaben bei beiden Diensten. Die Unterstützung von JMAP in E-Mail-Programmen ist derzeit noch begrenzt, kann künftig aber wichtiger werden.
Können beide meine Marke im Webmail anzeigen?
Laut Produktbeschreibung ja. Bei Mailbux sind White-Label und Reseller eine Zusatzoption ohne veröffentlichten Preis. Bei uns umfasst die Tariffunktion Dashboard und Webmail, jeweils mit eigenem Hostnamen und Zertifikat. Testen und prüfen Sie beide Angebote vor der Entscheidung.
Welches Angebot ist günstiger?
Unter etwa 10 GB ist Mailbux nach diesen Zahlen klar günstiger und bietet einen kostenlosen Tarif. Ab ungefähr 15 GB ist unser Speicher pro Dollar günstiger: $42 gegenüber $79.20, $120 gegenüber $158.40 und $279 gegenüber $298.80. Preise können sich ändern.
Ist die Migration zwischen beiden Diensten schwierig?
Beide unterstützen Standard-IMAP und bieten nach aktuellen Angaben eine kostenlose Migration an. Üblicherweise werden dabei Postfächer samt Ordnern und Lesestatus kopiert und anschließend mit der Quelle abgeglichen. Der Aufwand hängt vom Umfang und der Quellkonfiguration ab. Mehr dazu unter Massenmigration.