Wer bei großen Anbietern 100TB Cloud-Speicher kaufen möchte, findet oft keinen Preis, sondern ein Formular. Der Vertrieb antwortet innerhalb von zwei Arbeitstagen, fragt nach Einsatzzweck und benötigten Plätzen und erstellt schließlich ein befristetes Angebot. Die Speicherkapazität ist austauschbar, der Aufwand liegt im Kaufprozess.
Beim hier beschriebenen Drive-Add-on ist 100TB Cloud-Speicher eine Position auf einem Schieberegler mit Kartenzahlung. Der angezeigte Preis beträgt $1,120 im Monat oder $11,200 im Jahr, ist vor der Anmeldung sichtbar und erfordert keinen Anruf. Dieser Beitrag erklärt die einzelnen Stufen, passende Einsatzfälle und die Bereiche, in denen unser Preis tatsächlich schlechter ist.
Was 100TB Cloud-Speicher hier kostet
Das beschriebene Drive-Add-on beginnt bei 250 GB. Dies sind die nach der Anpassung im Juli 2026 ausgewiesenen Preise. Damals wurde die Preisstaffel um bis zu 25% gesenkt. Maßgeblich bleibt der Preis im aktuellen Checkout:
| Größe | Monatlich | Jährlich |
|---|---|---|
| 250 GB | $3.20 | $32 |
| 500 GB | $5.60 | $56 |
| 1 TB | $11.20 | $112 |
| 2 TB | $22.40 | $224 |
| 5 TB | $56 | $560 |
| 10 TB | $112 | $1,120 |
| 20 TB | $224 | $2,240 |
| 50 TB | $560 | $5,600 |
| 100 TB | $1,120 | $11,200 |
Oberhalb von 1 TB liegt der ausgewiesene Satz bei rund $0.0109 pro GB und Monat. Eine größere Stufe kostet damit pro Gigabyte nicht mehr als eine kleinere. In der Jahresspalte ist ein Rabatt von 17% enthalten, was ungefähr zwei Monaten entspricht. Mit einem White-Label-Abonnement sind die genannten aktuellen Stufen beim Kauf oder bei einer Größenänderung unter den geltenden Bedingungen weitere 10% günstiger.
Reichen 100TB nicht aus, ist der Schieberegler nicht die technische Obergrenze, sondern nur das Ende der Selbstbedienung. Darüber ist eine Abstimmung mit dem Support erforderlich, und die beschriebene serverseitige Schutzgrenze liegt bei 1 PB. Verfügbarkeit, Bereitstellung und Preis müssen dabei für die konkrete Konfiguration bestätigt werden.
Wo unser Preis für 100TB Cloud-Speicher schlechter ist
Die Behauptung, unser Speicher sei überall am günstigsten, wäre überprüfbar und falsch. Deshalb betrachten wir zuerst offen die Nachteile.
Bei Speichermengen für Privatkunden sind wir deutlich teurer. Google One bietet nach der genannten Preisliste 2 TB für $9.99 im Monat, bei uns kostet es $22.40 für dieselben 2 TB. Backblaze B2 und vergleichbare Objektspeicher bieten reine Kapazität erheblich günstiger an. Wer nur einen Bucket für Archive benötigt, ist dort oft besser aufgehoben, sollte aber Vorgänge, ausgehenden Datentransfer und Wiederherstellung mitberechnen.
Mit wachsender Datenmenge verschiebt sich der Vergleich, weil Verbrauchertarife enden. Die beschriebene Staffel von Google One reicht bis 30 TB, während Dropbox und Box schon früher zu einem Verkaufsgespräch wechseln. Die ehrliche Einordnung lautet daher: Unter wenigen Terabyte sind Verbraucherangebote meist günstiger; oberhalb von ungefähr 30 TB gibt es häufig keine direkt buchbare Alternative. Aktuelle Angebote sollten dennoch geprüft werden.
Der Preisunterschied entsteht, weil dies nicht nur ein Bucket ist. Der Speicher gehört zum selben Konto wie die E-Mail und umfasst eine durchsuchbare Oberfläche, Bereiche pro Postfach, Freigaben, WebDAV-Einbindung und Gerätesynchronisierung. Im beschriebenen Tarif werden Downloads nicht gesondert als Egress abgerechnet. Wer dieses Paket nicht benötigt, sollte den günstigeren Bucket wählen.
Warum 100TB Cloud-Speicher meist ein Verkaufsgespräch erfordert
Der Grund für diese Hürde ist bei großen Anbietern weniger technisch als kaufmännisch. Kapazität in dieser Größenordnung wird oft pro Platz verkauft, und dieses Modell passt schlecht, wenn der Speicher selbst im Mittelpunkt steht.
Google und Dropbox berechnen Teamspeicher pro Nutzer. Für wirklich große gemeinsame Kapazitäten braucht man viele Beschäftigte oder einen Enterprise-Vertrag, also ein Gespräch und ein Angebot. Drei Personen mit Bedarf an 100TB Cloud-Speicher passen schlecht in dieses Modell, weil Umsatz und Sitzzahl nicht zusammenpassen.
Unsere Kapazität ist nicht an Plätze gekoppelt. Ein Unternehmen mit drei Personen und eines mit dreihundert Personen zahlen im beschriebenen Angebot für dieselbe Terabyte-Zahl denselben Kapazitätspreis. Verkauft werden Terabyte, und deshalb ist ein Checkout möglich.
Wer Speicher in dieser Größenordnung kauft
Nicht viele Menschen benötigen 100 TB. Die tatsächlichen Käufer lassen sich meist einigen typischen Gruppen zuordnen.
Video- und Fotoarbeit. Rohmaterial wächst schneller als viele andere Geschäftsdateien. Weil Kunden zurückkehren können, lässt sich das Archiv nicht beliebig löschen. Ein einzelnes Produktionsstudio kann bei gewöhnlicher Arbeit innerhalb weniger Jahre 50 TB überschreiten.
Ziel für Sicherungen. Statt eines aktiven Arbeitsbestands landen hier nächtliche Dumps, Datenbank-Snapshots, Maschinenabbilder oder eine externe Kopie des NAS. Häufiges Schreiben, seltenes Lesen und planbare Monatskosten sind wichtiger als geringe Latenz. Eine belastbare Sicherung erfordert zusätzlich eine eigene Aufbewahrungs- und Redundanzstrategie sowie getestete Wiederherstellungen.
Agenturen mit Kundenmaterial. Jeder Kunde bringt Dateien mit, die das Projekt überdauern, weil niemand sie voreilig löschen möchte. Gemeinsam genutzter 100TB Cloud-Speicher kann für den gesamten Kundenbestand günstiger sein als einzelne Kundentarife.
Forschungs- und Archivdaten. Datensätze, die nur teuer oder gar nicht neu erzeugt werden können, werden jahrelang aufbewahrt und gelegentlich gelesen.
Gemeinsam ist diesen Fällen, dass der Kapazitätsbedarf vor der Beschäftigtenzahl wächst. Ein Studio mit vier Personen kann 100TB benötigen, während ein Unternehmen mit vierhundert Personen nur ein Zehntel davon braucht. Genau diesen Fall bildet ein Preis pro Platz schlecht und ein Kapazitätspreis besser ab.
Mehr als reine Kapazität
Der Speicher befindet sich im selben Konto wie die E-Mail und bietet damit einige Funktionen, die ein einfacher Bucket nicht bereitstellt.
Zu große Anhänge können nach bewusster Auswahl als widerrufbarer Link statt als unzustellbare Nachricht versendet werden. Wie das funktioniert, erläutert der Beitrag zu Freigabelinks. Ordner lassen sich mit anderen Konten teilen, sodass Kundenmaterial nicht erneut zu einem dritten Dienst hochgeladen werden muss. Über WebDAV kann der Speicher auf Computern und Smartphones als Netzlaufwerk eingebunden werden. Näheres steht in der Anleitung zur WebDAV-Einrichtung. Für automatisierte Uploads steht außerdem eine API zur Verfügung, jeweils innerhalb der Berechtigungen, Tarifgrenzen und unterstützten Clients.
Bereiche pro Postfach sind bei dieser Größenordnung besonders hilfreich. Speicher kann für das ganze Konto zusammengelegt oder einzelnen Postfächern zugewiesen werden. So lässt sich verhindern, dass das Archiv einer Person unbemerkt alles belegt und neun Kollegen keinen Platz mehr haben.
Kosten, die nicht auf dem Schieberegler stehen
Große Speicherrechnungen bestehen selten nur aus der Kapazitätszeile. Ein Vergleich allein anhand des hervorgehobenen Satzes kann deshalb irreführen.
Objektspeicher berechnen häufig Egress, also das Auslesen eigener Daten, sowie API-Vorgänge. Eine Wiederherstellung oder Abwanderung kann dadurch eine deutlich höhere Rechnung als ein gewöhnlicher Speichermonat verursachen. Das ist kein Trick, sondern Teil des Modells und bei vorheriger Kalkulation vertretbar. Der günstige Gigabyte-Preis entspricht aber nicht zwingend den Kosten in dem Monat, in dem die Daten benötigt werden.
Beim beschriebenen 100TB Cloud-Speicher ist der angezeigte Betrag der grundlegende Speicherpreis. Downloads werden nicht separat gemessen, und für Hochladen, Auflisten oder Lesen gibt es keine eigene Vorgangsgebühr. Im Gegenzug wird ein höherer laufender Satz für eine weniger nutzungsabhängige Rechnung gezahlt. Steuern, Zahlungsbedingungen, Leistungen außerhalb des Tarifs und spätere Preisänderungen können weiterhin gelten. Für ein Sicherungsziel, das elf Monate ruht und im zwölften vollständig wiederhergestellt wird, kann diese Rechnung günstiger ausfallen, sofern Wiederherstellung und Grenzen vorher getestet wurden.
Kauf und spätere Größenänderung
Der Schieberegler lässt sich nach oben und unten bewegen. Größenänderungen gelten ab dem nächsten Abrechnungszeitraum, sodass Sie nicht dauerhaft an die zuerst gewählte Größe gebunden sind. Der Weg von 10 TB zu 100TB innerhalb eines Jahres ist daher normal. Vor einer Verkleinerung müssen Datenmenge, Aufbewahrung und Wiederherstellbarkeit gegen die neue Grenze geprüft werden.
Im beschriebenen Checkout sind Karte, PayPal oder Kryptowährungen in zahlreichen Währungen verfügbar. Bei monatlicher Zahlung gibt es keine Mindestlaufzeit, und der Jahresrabatt gilt für jede Stufe. Verfügbare Zahlungsarten, Währungen und Erstattungsbedingungen richten sich nach Region und aktueller Checkout-Anzeige.
Die ehrliche Zusammenfassung: Wer ausschließlich den niedrigsten Gigabyte-Preis sucht, ist mit Objektspeicher besser bedient. Wer viel Speicher benötigt, der sich wie ein Laufwerk verhält, im E-Mail-Konto liegt und ohne Beratung gekauft werden kann, findet hier das entsprechende Angebot. Bei 100 TB ist die direkte Kaufmöglichkeit selbst ein wesentlicher Teil des Nutzens.